Samstag, 9. März 2013

Organhandel Schweiz

Dossier: Organspenden und Organhandel

Publiziert 27. Mai 2010, 14:40 Uhr, Aktualisiert 05. November 2012, 8:04 Uhr
Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern belegt die Schweiz in Sachen Organspenden einen der hinteren Ränge. 2009 mussten 996 Patientinnen und Patienten auf eine Organspende warten – so viele wie noch nie. Dabei wäre die Mehrheit der Deutschschweizer zu einer Spende bereit.
Mehr Spender, mehr Wartende
Im Jahr 2009 wurden in der Schweiz insgesamt 482 Organe transplantiert. Zwar hat die Zahl der Organspender in den letzten Jahren leicht zugenommen, doch auch die Wartelisten sind gewachsen: 2009 mussten 996 Patientinnen und Patienten auf eine Spende warten – so viele wie noch nie. Und immer wieder sterben Patienten auf Herz-, Leber- und Lungenwartelisten, weil nicht rechtzeitig ein Organ zur Verfügung steht.
Kein Spitzenrang in Europa
Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern belegt die Schweiz in Sachen Organspenden einen der hinteren Ränge – in Spanien zum Beispiel finden sich fast dreimal so viele Spender. Das müsste nicht sein: Laut einer Nationalfonds-Studie aus dem Jahr 2006 wären 53 Prozent der Deutschschweizer Bevölkerung zu einer Organspende bereit, lediglich 13 Prozent aber besitzen einen Spenderausweis.
Organhandel ist in der Schweiz verboten
Die Bundesverfassung schreibt vor, dass menschliche Organen unentgeltlich gespendet werden müssen. Der Handel mit menschlichen Organen ist hierzulande also verboten. Das 2007 in Kraft getretene Transplantationsgesetz regelt den Umgang mit Organspenden zusätzlich: Wer will, dass sein Körper nach dem Tod für Spenden zur Verfügung steht, muss das eindeutig erklärt haben. Fehlt die entsprechende Willensäusserung, entscheiden die

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